“Eine Schule mit Strahlkraft” – Johann-Steingruber-Schule Ansbach

Schulbesuch, 19. Mai 2020, im Rahmen der bayernweiten Schulbautour
Johann-Steingruber-Schule, Ansbach
Vierzügige, sechsstufige staatliche Realschule
Schreibmüllerstraße 12, 91522 Ansbach
Schüler*innenzahl:
Baujahr: 1970, Umbau 2012
Architekturbüro:
Krug Grossmann Architekten, München (Umbau 2012)

„Das vorhandene Schulgebäude im Waschbeton-Stil der 1970er Jahre wurde in Holzbauweise aufgestockt und nach den Bedürfnissen der Schulfamilie umgebaut. Eine lichtdurchflutete Hauptzone verbindet die Klassen- und Fachräume; die unaufdringliche Farbgebung in Gelb-, Orange- und Grüntönen verströmt Optimismus.

Auch die Fassade strahlt! Das Gebäude ist sorgsam eingebettet in ein weitläufiges Umfeld: Der Vorplatz der Schule und der Lichthof mit Treppenaufgang sind gleichzeitig Zugang und Aufenthaltsort, die Kunstwippe des Bildhauers Thomas Röthel inspiriert und setzt Akzente.

Auf mich wirkt die Johann-Steingruber-Schule immer noch wie neu, obwohl sie schon vor über acht Jahren umgebaut wurde.“

Die ursprüngliche Johann-Steingruber-Schule Ansbach wurde im Waschbeton-Stil der 1970er Jahre errichtet. 2012 wurde sie umgebaut und aufgestockt mit dem Ziel, Passivhausstandard zu erreichen. Eine Herausforderung bei einem 1970er Jahre Gebäude! Aber: es hat sich gelohnt. „Die Fassade strahlt!“, sagte die Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa bei ihrem Besuch am 19. Mai 2020. „Auf mich wirkt die Schule wie neu, obwohl sie ja schon vor acht Jahren umgebaut wurde.“

Durch die Aufstockung entstand ein lichtdurchflutetes, dreigeschossiges und überdachtes Atrium, das die Klassen- und Fachräume erschließt und miteinander verknüpft. „Die Farbgestaltung in Gelb-, Orange- und Hellgrüntönen strahlt Optimismus aus“, freute sich Sowa, die vom örtlichen Stadtrat Oliver Rühl begleitet wurde. 

Die Baukosten waren mit 13,5 Mio Euro veranschlagt worden und blieben dann unter 15 Mio Euro – das heißt, 15.000 Euro pro Schüler*in.

Dank der Sanierung verfügt die Schule über einen sehr guten ökologischen Standard. Das gesamte Gebäude wurde mit einer 24 cm starken Dämmschicht versehen, Erdkollektoren sorgen für Erneuerbare Energien im Heizungsbereich, ein Luftkollektor mit integrierten Photovoltaikelementen sichert die kontrollierte Be- und Entlüftung samt Wärmerückgewinnung. „Das gibt neben der Energieeinsparung auch ein gesundes Raumklima“, versicherte Schulleiter Herbert Argmann

Das Gebäude ist sorgsam eingebettet in ein weitläufiges Umfeld, es gibt großzügige Sportanlagen, eine Dreifach-Sporthalle mit Boulderwand sowie einen Bewegungsspielplatz für die Pause. Die „Lebensraum Sitzgruppen“ musste sich die Schulfamilie nach Aussagen des Schulleiters allerdings hart erkämpfen, sie wurden nicht nach den Schulbaurichtlinien von 2017 gebaut und finanziert.

Im Gespräch mit Schulleiter Herbert Argmann zeigte sich, wie wichtig es ist, einen Schulumbau individuell und nach den Bedürfnissen der Schulgemeinschaft zu planen. Dank seiner Erfahrung mit Schulumbauten konnte die Schulgemeinschaft auch Details wie zu öffnende Fenster durchsetzen. 

Die Johann-Steingruber-Schule wünscht sich für die Zukunft eine Aufwertung des Ganztagsangebotes. Schulpsycholog*innen sollten fest im Schulleben verankert und eine Rhythmisierung des Unterrichts ermöglicht werden. 

  • Lehrer*innenzimmer und Vorbereitungszimmer müssen den neuen Gegebenheiten der Ganztagsschule angepasst werden. Arbeitsplätze für Lehrkräfte neu denken!
  • Beim Umbau von Flurschulen gelingt es nur schwer, Lernlandschaften jenseits der Klassenzimmer neu zu errichten.

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