Schulbesuch, 16. Juli 2020, im Rahmen der bayernweiten Schulbautour
Mittelschule Vilsbiburg
Kirchenweg 4 ½
84137 Vilsbiburg
Schüler*innenzahl: 350
Baujahr: 1972, Sanierung 2016-2018
Architekturbüro: HoeWi-Architektur, Vilsbiburg

Schon das Foyer der Mittelschule Vilsbiburg besticht durch seine Weitläufigkeit: Die Schule stammt aus den 1970er Jahren und hat sich ihr großzügiges Flair erhalten. Das Kunstrelief wirkt auf mich etwas düster, aber die Schule strahlt eine fröhliche Lebendigkeit aus. Die energetische Sanierung der Jahre 2016-18 hat dem Gebäude gut getan. Sehr lobenswert: Hier wurde über die technische und energetische Ertüchtigung hinaus auch an Erweiterungen und bauliche Ergänzungen gedacht! Für ein zeitgemäßes Lernen im Altbau.

So entstand beispielsweise eine Lernwerkstatt für den Bereich MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik). Die Räume für den Physik-Chemie-Biologie-Unterricht (PCB) wurden mit Lernboxen ausgestattet. Hier können die Schüler*innen individuell oder in Teams arbeiten, sind aber durch Fensteröffnungen weiterhin durch das Lehrpersonal sichtbar. Eine Bereicherung für den Unterricht!

Auch das digitale Lernen wird an der Mittelschule Vilsbiburg groß geschrieben. Alle Räume sind mit Internet ausgestattet, digitale Tafeln mit Touch Screens sowie Dokumentenkameras ermöglichen ein modernes Unterrichten. Das sollte an allen bayerischen Schulen Standard sein!

Fotos: Ursula Sowa

Die Mittelschule Vilsbiburg wurde 1972 eingeweiht. Schon der Eingangsbereich verströmt das großzügige Flair der 1970er Jahre. Der Bau war vor allem in energetischer Hinsicht stark sanierungsbedürftig, 2016-2018 wurde das Gebäude mit einer neuen Hülle versehen und generalsaniert. Im Zuge dessen wurden ein zeitgemäßer Umbau bzw. die Erweiterung von Räumlichkeiten mitgedacht: So entstand beispielsweise eine Lernwerkstatt für den Bereich MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik). Die Räume für den Physik-Chemie-Biologie-Unterricht (PCB) wurden saniert und darüber hinaus so genannte Lernboxen installiert. Lernboxen sind durch Fenster vom Klassenraum getrennt, die Schüler*innen können hier individuell oder in Teams arbeiten, stehen aber weiterhin unter der Aufsicht des Lehrpersonals. „Die Lernboxen werden auch gern von unseren gebundenen Ganztagsklassen genutzt!“, erzählt Schulleiter Werner Neumeier beim Besuch der Grünen-Landtagsabgeordneten Ursula Sowa.

Worauf Neumeier besonders stolz ist: Die Schule besitzt ein Hallenbad. Früher gab es auch einen kleinen Filmsaal mit Bühne – der wurde nun im Zuge der Sanierung umgestaltet und kann für Veranstaltungen genutzt werden.

Das Digitale wird an der Mittelschule Vilsbiburg groß geschrieben. Alle Räume sind mit Internet ausgestattet, digitale Tafeln mit Touch Screens ermöglichen ein modernes Unterrichten. „Diese digitale Ausstattung mit Dokumentenkameras, Wlan und multimedialen Endgeräten sollte in allen bayerischen Schulen Standard sein!, sagt Ursula Sowa.

Bauherrin war die Stadt Vilsbiburg, die Baukosten belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro.
Werner Neumaier hat die Sanierungsphase  als Schulleiter begleitet. Er erzählt, dass ein Drittel seiner Arbeitszeit für die Betreuung der Bauvorhaben gebunden war. „Dafür braucht es ein eigenes Stundenkontingent“, fordert Sowa. 

  • Hier wurde bei einer energetischen Sanierung auch die Notwendigkeit von Umbaumaßnahmen und Erweiterungen mitgedacht! Das ist sehr sinnvoll und sollte bei jeder Schulsanierung selbstverständlich sein. Es wäre zu wünschen, dass sich die Mittelschule Vilsbiburg diesen Geist der sanften Erneuerung erhält und weitere Verbesserungen an dem Altbau aus den 1970er Jahren zugestanden bekommt.
  • Während der Sanierung war ein Drittel der Arbeitszeit von Schulleiter Werner Neumaier in dem Bauvorhaben gebunden. Hierfür muss es einen eigenen Stundenpool geben!
  • Die Schule aus den 1970er Jahren besticht durch ihre Großzügigkeit. Ich wünsche der Schulfamilie, dass sie diese Räume zeitgemäß und phantasievoll nutzt. Auch die Außenanlagen verdienen eine kreative Bespielung!

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