Stadtwildnis und urbane Biodiversität

Panel mit Christian Hierneis, MdL, und Prof. Dr. Monika Egerer, Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme, Technische Universität München  

Eine Wildnis mitten in der Stadt schützt nicht nur die Artenvielfalt von Pflanzen, Insekten und Tieren, sondern stärkt auch die Gesundheit und das Wohlbefinden von uns Menschen. Das sind zwei der zentralen Aussagen unseres Panels zur Stadtwildnis und urbaner Biodiversität mit dem umwelt- und tierschutzpolitischen Sprecher Christian Hierneis und der Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme an der Technischen Universität München Prof. Dr. Monika Egerer.

Schon seit langem stehen wir vor der gewaltigen Herausforderung, den Verlust der Biodiversität zu stoppen. Dabei gibt es in unseren Städten zahlreiche Möglichkeiten, urbane Gärten, urbane Wälder und vor allem eine urbane Wildnis entstehen zu lassen. Wir müssen es nur anpacken, die Stadt grün und bunt erblühen zu lassen, und dabei die Bürger*innen eng einbinden. Eine vielfältige Pflanzen- und Tierwelt bietet starke Ökosystemleistungen und gleichzeitig den Bürger*innen grüne Ausflugsziele, Erholungsplätze, Naturerfahrung und Spielplätze. Prof. Dr. Monika Egerer berichtete auch von einer weltweiten Umfrage, die sie während der Corona-Pandemie durchführten. Fast 90 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen in dieser Zeit die Verbindung zur Natur sehr wichtig waren. Wohlbefinden und Gesundheit hängen auch wesentlich mit den vorhandenen Grünflächen in der Stadt zusammen.

Doch, was können wir ganz konkret in den Städten umsetzen? Zum Beispiel Tiny Forests schaffen. Das sind kleine Miniwäldchen überall in den Städten und Gemeinden verteilt. Prof. Dr. Monika Egerer berichtete auch von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Bürger*innen aus Hallbergmoos und Neufahrn zu den Tiny Forests dort vor Ort. Die Stadt benötigt auch vielfältige Ökosysteme mit ganz vielen unterschiedlichen Pflanzen, Insekten und Tieren. Dafür braucht es auch unterschiedliche Voraussetzungen. Denn die Holzbiene baut ihr Nest in Totholz, während die Sandbiene den sandigen Boden liebt. Parkplätze, die als Parklets in grüne Oasen umgewandelt werden, schaffen im wahrsten Sinne des Ortes eine kleine Oase mit im Stadtviertel. Und Prof. Dr. Monika Egerer gab uns auch den Rat mit auf den Weg: think big. Was gerade auch in London mit einem großen Nationalpark mitten in der Stadt geplant wird, oder der Vorschlag des BUND Naturschutz in München, die Sonnenstraße zu einem Central Park umzugestalten. Darüber und mehr haben wir bei unserem Panel gesprochen und auch die Fragen der vielen interessierten Teilnehmer*innen beantwortet.

Das ganze Panel kann hier nachgeschaut werden: 

Die Präsentation zum Download:

Stadtwildnis und urbane Biodiversität
Prof. Dr. Monika Egerer, Professorin für Urbane Produktive Ökosysteme, Technische Universität München  

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