Sommertour 2021: Station 4

Grünen-Idee: Schweinfurter Klimadorf als Teil einer Internationalen Bauausstellung

Schweinfurt (12. August 2021). Ursula Sowa ist baupolitische Sprecherin der Landtags-Grünen und seit über einem Jahr unermüdliche Werberin für eine Internationale Bauausstellung (IBA) in Bayern. Ihre Vision: eine über den gesamten Freistaat und ab 2025 über fünf Jahre laufende Ausstellung mit visionären, modernen Bauprojekten – ähnlich der erfolgreichen IBA Hamburg von 2006 bis 2013. Die Stadt München ist auf das Projekt schon aufgesprungen, die Metropolenregion Nürnberg steht in den Startlöchern. Und Schweinfurt?
Mit dem geplanten Klimadorf im künftigen Klimaquartier Kessler-Field und dem darin enthaltenen Teilprojekt „Experimenteller Wohnungsbau“ wäre Schweinfurt „eine wertvolle Ergänzung einer solchen Bauausstellung“, motivierte Ursula Sowa die Stadtverwaltung bei einem Besuch am Mittwoch zum Mitmachen. Sowa war auf Einladung des Grünen-Fraktionssprechers Holger Laschka und im Rahmen ihrer Sommertour 2021 ins Schweinfurter Rathaus gekommen, wo sich der Leiter des Stadtplanungsamts, Markus Sauer, viel Zeit nahm, um die eingereichten Entwürfe und insbesondere den Siegervorschlag zum städtebaulichen Wettbewerb „Klimaquartier Kessler Field“ zu besprechen.

Ursula Sowa, selbst Architektin, nahm neben den ökologischen Gesichtspunkten vor allem auch die Lebensqualität im Quartier besonders in den Blick. „Ich bin positiv überrascht, was die Gewinner des Wettbewerbs für das ehemalige US-Militärgelände geplant haben. Besonders gelungen ist die Struktur um einen zentralen Dorfplatz, der für echten Quartierscharakter sorgen wird. Auch die Anbindung an die Landesgartenschau mit dem künftigen Bürgerpark und über das Grüne Band in die Stadt wird das Klimadorf als beliebtes Wohnquartier auszeichnen“, prognostiziert Ursula Sowa.
Vom künftigen „Grünen Band“ zwischen Gutermann-Promenade und dem Konversionsgelände im Nordwesten der Stadt konnte sie sich nach dem Rathaus-Termin beim Fußmarsch mit Holger Laschka ein Bild machen. Bei 26 Grad Lufttemperatur waren die Unterschiede zwischen dem flirrenden, vollasphaltierten Schelmsrasen und dem grünen, von Baumriesen umsäumten Theodor-Fischer-Platz deutlich spürbar. „Ziel ist es, mit durchgängigem Grün eine Belüftungsschneise für die Innenstadt zu erschaffen“, erläuterte Holger Laschka. Er zeigte sich zuversichtlich, dass mit Klimadorf, Bürgerpark und Grünem Band „ein ökologisch wertvolles und die Lebensqualität in Schweinfurt dauerhaft bereicherndes Stück Stadtentwicklung aus einem Guss“ gelingen wird.

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