Pilot-Projekt von Bosch am ZOB Bamberg: Erster Realbetrieb einer stationären Brennstoffzelle (Foto: Pressestelle Stadt Bamberg)

Sowa begrüßt Förderung von Brennstoffzellenentwicklung in Bamberg

Die Grünen-Landtagsabgeordnete will von Minister Aiwanger aber genauer wissen, was wirklich rüber kommt.

Dass die Region Bamberg bei der Entwicklung der Brennstoffzelle eine große Rolle spielen soll, ist für die Bamberger Landtagsabgeordnete Ursula Sowa eine gute Nachricht. „Das kann ein Meilenstein werden.“ Vor kurzem wurde bekanntgegeben, dass der Bund 700 Mio Euro und der Freistaat Bayern 300 Mio Euro in sechs Projekte in Bayern investieren wird, um die Wasserstoff-Technologie voranzubringen. Die Brennstoffzellen-Entwicklung bei der Firma Bosch mit ihren Niederlassungen in Bamberg und Hallstadt soll eines dieser Projekte sein. Zu dieser Förderung von einer Milliarde Euro für ganz Bayern soll die Wirtschaft eine weitere Milliarde aufbringen.

Dass es aber erst mal nur vollmundige und wenig konkrete Ankündigungen vor der anstehenden Bundestagswahl gibt, macht Sowa dennoch etwas ungeduldig. „Wann fließt das Geld? Wie viel davon nach Bamberg? Was kann alles finanziert werden? Wie ist der Zeitplan?“ Auch gebe es Informationen, dass die Gelder bis ins Jahr 2040 gestreckt werden sollen. All diese Fragen sind noch ungeklärt und werden nun in einem Schreiben von Sowa an den bayerischen Wirtschaftsminister Aiwanger gestellt.

Die Grünen im Landtag fordern zudem, die Wasserstofftechnologie komplett vor Ort zu verankern. Derzeit geht man nämlich im Gegensatz dazu davon aus, Wasserstoff mit Solarenergie in z.B. Afrika herzustellen und dann nach Deutschland zu importieren.

Sowa erwartet für Bamberg, dass die bei der Firma Bosch gefährdeten Arbeitsplätze durch das Projekt kompensiert werden, „und zwar nicht nur teilweise“. Sowa kann sich vorstellen, dass der geplante CleanTech-Park in Hallstadt ein weiterer Standort für das Brennstoffzellenprojekt von Bosch sein wird. Aber auch dazu gibt es noch keine Angaben und Zahlen. „Dass interkommunale Zusammenarbeit zugunsten der gesamten Region hier zentral sein muss, ist unabdingbar“, so Sowa.

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