Tiktok oder nur ein Tick Vollpanne?

Glosse

Schwer zu sagen, für das Bauminsterium scheint es jedenfalls Politik zu sein, was es da mit seinem neuen Auftritt auf der Plattform Tiktok in die Welt setzt. Die Generation Z will man erreichen, denn „die Nutzer in den etablierten sozialen Medien wie Facebook werden immer älter“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Ziemlich tröge ist die Wortwahl noch in dieser Presseinformation – angemessen für die oldie-Medien eben:  Das Bauministerium wolle mit „spannenden Themen und Geschichten (…) begeistern“, abwechslungsreich sein, „von witzig bis informativ“.

Dafür sind die ersten drei Beiträge für die geneigte Generation Z auf Tiktok echt wyld am Start und peilen voll, was läuft. Im ersten stellt die Ministerin Kerstin Schreyer den Kanal vor, und damit das auch echt jugendkompatibel ist, fingert eine animierte Hand erst am Ärmel ihres knallpinken Jacketts herum und dann am Revers desselbigen.

Das zweite Video widmet sich dem abgesagten Oktoberfest und präsentiert eine (auto)bahnbrechende Ersatz-Idee: „Keep calm and eat a brezl“, untermalt mit Bildern einer mehrspurigen Autobahn, darüber neben Tempolimitanzeigen Schilder mit Brezln vor weiß-blauen Rauten.

Im dritten Clip erhält die Generation Z ministerielle Aufklärung darüber, dass ein Kilometer Autobahn 5,5 Mio Euro kostet. Ein multikoloriert animiertes WOW ploppt nervös aus der Mittelleitplanke zwischen den Fahrspuren und macht klar, wie dinogeil diese Info ist, welche das Bauministerium da spreadet.

Wäre ja mal echt interesting, ob das neue Profil nun tiktokisch fame geht oder die Generation Z sich einfach nur beeumelt….

Wir freuen uns auf das nächste Niveaulimbo!

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