Bild: Ökologische Bildungsstätte Hohenberg

Erfolg: Rettungsschirm auch für Umweltstationen

MdL Ursula Sowa (Grüne) nimmt Hilferufe von nichtstaatlichen Bildungsstätten ernst, Umweltministerium folgt ihrer Auffassung

Die Corona-Krise fügte nicht nur augenfällig Betroffenen wie den bis vor kurzem geschlossenen Einzelhandelsgeschäften und Restaurants existenziellen Schaden zu, auch nichtstaatliche Bildungseinrichtungen waren in Gefahr. Die Grünen-Abgeordnete Ursula Sowa (Bamberg) setzte sich dafür ein, die Rettungsmaßnahmen auf diese wichtigen Institutionen auszudehnen.

Von der Ökologischen Bildungsstätte Burg Hohenburg bei Wunsiedel erreichte sie im April ein Hilferuf, stellvertretend für ähnliche Einrichtungen. Laut der dortigen Leitung sind die Einnahmen fast komplett weggebrochen, weil Fördergelder für Bildungsmaßnahmen nur bei tatsächlich durchgeführten Kursen ausgezahlt werden, die derzeit ausnahmslos nicht möglich sind.

Zudem liege der Schwerpunkt gerade dieser Bildungsstätte auf der Arbeit mit Senior*innen und Menschen mit Behinderung, also zwei besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, deren Teilnahme wohl noch lange Zeit nicht möglich sein wird. Der Weiterbestand der 1996 gegründeten Bildungsstätte mit grenzüberschreitenden Aktivitäten stand auf dem Spiel.

In einem Schreiben an Umweltminister Glauber bat Sowa Anfang April um Unterstützung für Hohenberg und die insgesamt 58 bayerischen Umweltstationen, die bislang für Hilfeleistungen aus den Rettungsschirmen des Bundes und Bayerns nicht vorgesehen waren. Auch ihre Fraktionskollegen im Bayerischen Landtag, Christian Hirneis und Patrick Friedl, sind bayernweit mit Akteur*innen in dem Bereich in Kontakt und arbeiteten an Lösungsmöglichkeiten.

Sowa betont: „Es geht auch bei Umweltstationen um Existenzen – zum einen um ganz wichtige Einrichtungen für unsere Gesellschaft und unsere Zukunft, zum anderen natürlich auch hier um Menschen, ihre Arbeitsplätze und den Lebensunterhalt ganzer Familien.“ Sie forderte, Vereine, Verbände und sonstige Träger von Umweltstationen und Umweltbildungseinrichtungen, mit unter die Rettungsschirme zu nehmen.

Umweltministerium sagt Unterstützung zu

Ende April folgte die Nachricht aus dem Umweltministerium, dass der Auffassung in einigen Teilen folgte. Zur Unterstützung der Umweltstationen werden “die für die befürworteten Basis- und Modellprojekte 2020”, so in einem Schreiben von Staatsminister Glauber, “vorgesehenen Zuwendungen in voller Höhe als Festbetragszuwendung ausbezahlt”. Damit wird den Umweltstationen eine große Last genommen.

Udo Benker-Wienands, Vorsitzender der Ökologischen Bildungsstätte Hohenberg, stellt fest: “Der allgemeine Hilferuf der Umweltstationen an die regionalen Mitglieder des Landtags wurde verstanden. Wir danken den Abgeordneten für ihren Einsatz beim Ministerium und den Verantwortlichen für ihre Beschlüsse, unbürokratisch die für die Arbeit eingeplanten Fördergelder auszuzahlen. Die Umweltstationen sehen nun eine gute Aussicht, die schwierigen Corona-Zeiten zu überleben und freuen sich auf die baldige Wiederaufnahme ihrer wichtigen ökologischen Bildungsarbeit in Kindergärten, Kindertagesstätten, allen Schularten und Seniorenheimen.”

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