Genehmigung digital beantragen – günstiger bauen

Ursula Sowa sieht nach Expertenanhörung zur Bayerischen Bauordnung „nur kleine Stellschrauben, um Bauen und Wohnen billiger zu machen“

München (23. Oktober 2019/hla). Die Bayerische Bauordnung enthält nach Ansicht der baupolitischen Sprecherin der Landtags-Grünen, Ursula Sowa, „nur kleine Stellschrauben, um Bauen und damit am Ende auch Wohnen bei uns kostengünstiger zu machen“. Das ergab die Expertenanhörung am Dienstag im Bayerischen Landtag, bei der die Referentinnen und Referenten Wege für kostengünstigeres Bauen aufzeigen sollten.

„Von der Verringerung der Abstandsflächen über eine reformierte Stellplatzsatzung bis zur Genehmigung von mehrgeschossigen Holzbauten haben wir eine Reihe von Möglichkeiten, unmittelbar Einfluss auf die Erstellungskosten zu nehmen“, so Ursula Sowa. Eine Schlüsselfunktion komme aber sicherlich der Förder- und Genehmigungspraxis zu. „Endlose Genehmigungsverfahren verzögern und verteuern häufig die Planungsphase und führen auf einem Anbietermarkt am Ende auch zu teureren Baukosten“, erläutert Ursula Sowa. Sie sieht in der von der Bauinnung geforderten Vorfrist und insbesondere in den Möglichkeiten der Digitalisierung Ansätze, schneller zu Baugenehmigungen zu kommen. „Dazu braucht es freilich ausreichend Personal und die entsprechende Technikausstattung in den Genehmigungsbehörden“, so Ursula Sowa. „Vor allem bei der digitalen Baugenehmigung muss der Freistaat die Kommunen kräftig unterstützen. Bisherige, zaghafte Pilotversuche im Schneckentempo sind ein Armutszeugnis für den Freistaat!“

Foto: Pixabay

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