Flurbereinigung fördert Artenschutz

Anfang 2019 besuchte Ursula Sowa das Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg.

In einigen Köpfen erscheint bei dem Wort „Flurbereinigung“ wohl eher ein negatives Bild von leergefegten Landschaften, Monokultur und aussterbenden Schmetterlingen. Was in den 1960er Jahren gestimmt haben mag, als die Ausweitung der Nahrungsmittelproduktion ein wichtiges Ziel war, trifft heute so nicht mehr zu. Die „Flurneuordnung“, so der offizielle Titel für Flurbereinigung, trägt heutzutage sogar zum Arten- und Naturschutz bei.

All dies erfuhr Ursula Sowa, Landtagsabgeordnete und baupolitische Sprecherin der Fraktion der bayerischen Grünen bei ihrem Besuch im Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken. Anton Hepple, der Behördenleiter des Amtes, stellte die verschiedenen Aufgaben der Behörde vor, zu denen neben der Flurneuordnung auch Dorferneuerungen, Gemeindeentwicklung und die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit zählt.

Zu einem der neueren Projekte zählt die Initiative boden:ständig. Zunehmende Wetterextreme, wie in diesem Jahr Trockenheit und Dürre, punktuell abwechselnd mit Starkniederschlägen, die zu Erosion führen, nehmen in Bayern zu. Die Initiative unterstützt Landwirtinnen und Landwirte, Bürgerinnen und Bürger sowie Kommunen dabei individuelle und nachhaltige Lösungen zu finden, um den Boden auf den Feldern sowie mehr Wasser in der Fläche halten zu können.

Ein vorbildliches Projekt, findet Ursula Sowa. Allerdings äußerte sie auch Kritik, denn da die Teilnahme an boden:ständig auf Freiwilligkeit beruht, wird sie nur in einzelnen Gemeinden umgesetzt. „Wetterextreme und Erosion werden zukünftig zunehmen und betreffen alle, daher sollte die Initiative flächendeckend umgesetzt werden”, so Sowa.

(Foto: Hendrike Hellmann)

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